Yoko Onos Gift im Haunch of Venison

Auf

Auf Gift-Visite: Yoko Ono © Stefan Bartylla

von Stefan Bartylla | Insgesamt 19 Galerien beteiligen sich in den kommenden drei Monaten am Kunstherbst in der Heidestraße unweit des Berliner Hauptbahnhofs und dem Museum für Gegenwartskunst „Hamburger Bahnhof”.

Unter den zahlreichen Vernissagebesuchern und -besucherinnen am vergangenen Freitag zeigte sich mit Yoko Ono eine der wohl prominentesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunstwelt. Etwa eine Stunde dauerte ihr Besuch in der Galerie Haunch of Venison, in der ihre derzeitigen Installationen unter dem Titel „Das Gift” bis zum 13. November 2010 zu sehen sind.

Die Skulpturen, Filme, Darstellungen und Grafiken fordern das Publikum zum Mitmachen auf, um die behandelten Themen Heilung, Gewalt, Veränderung und Liebe im gegebenen Rahmen zu begreifen, betrachten und zu behandeln.

Es gibt eine Möglichkeit, dass Besucher ihr eigenes Lächeln in einer Installation der Konzeptkünstlerin einbringen können. Ein Stück Himmel kann aus einem Soldatenhelm mit nach Hause genommen und ein Symbol persönlicher Verletzung kann in Mullbinde gewickelt werden.

Auch ein Lächeln kann abgegeben werden © Stefan Bartylla

Künstlerlächeln © Stefan Bartylla

Vorab bittet Yoko Ono alle Besucher und Besucherinnen, zur Ausstellung ein Zeugnis einer persönlichen Gewalterfahrung mitzubringen. „Ich will auf die Gewalt hinweisen, die überall in der Welt passiert”, so die Konzeptkünstlerin. Die so gesammelten Fotos und Texte, die die persönlichen Verletzungen dokumentieren, können auf den Berliner Stadtkarten einer Installation angebracht werden.

In den ehemaligen Gewerbe- und Fertigungshallen in der Nähe zum Hauptbahnhof werden bis zum Jahreswechsel ca. 40 Ausstellungen gezeigt. Ausstellungswechsel ist am 29. Oktober. Der Eintritt ist frei.

Mehr zum Programm unter www.heidestrasse.com

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