Munojot Yulchieva in Concert

Munojot Yulchieva in Berlin © Axel PorschMunojot Yulchieva in Berlin © Axel Porsch

Munojot Yulchieva ist Meisterin der klassischen usbekischen Musik. Mit ihrer einzigartigen Stimme hat sie eine neue Richtung in der klassischen traditionellen Musikbranche entwickelt.

Sie wurde am 26. November 1960 in der Region Andishan geboren. Die kreative familiäre Umgebung ihrer Kindheit hat ihre weitere musikalische Entwicklung stark beeinflusst. Nach dem Abitur im Jahr 1978 besuchte sie das Staatliche Konservatorium in Taschkent. Dort begann sie unter der Anleitung des Meistermusikers und Komponisten Shavkat Mirzaev ihre Ausbildung zur Sängerin. Schon in den ersten Jahren des Vorbereitungskurses hat sie usbekische klassische Werke in einzigartiger Weise und auf hohem Niveau gesungen.

Am 9. Februar 1980, dem Geburtstag von Alisher Navoiy, hatte Munojot ihren ersten Fernsehauftritt und wurde mit den Gesangsstücken „Ushshoq“ und „Munojot“ im ganzen Land berühmt. Daraufhin bekam sie vom Staatlichen Usbekischen Radio-und-Fernseh-Komitee weitere Auftrittsangebote. Und damit begann ihre Solokarriere als Sängerin der klassischen Musik. Sie hat ununterbrochen an ihrer musikalischen Karriere gearbeitet und im Jahr 1985 das Studium mit Auszeichnung abgeschlossen.

Seit 1982 arbeitet Munojot an der Muhiddin-Kari-Yakubov – Akademie als Solosängerin für usbekische traditionelle Musik. Unter der Leitung ihres langjährigen Mentors Shavkat Mirzaev tritt sie mit seinem Orchester regelmäßig bei großen Musik- und Kulturveranstaltungen auf.

1991 wurde sie für ihre künstlerische Arbeit und ihren Beitrag zur Entwicklung der usbekischen klassischen Musik mit dem Titel „Verdiente Volkskünstlerin Usbekistans“ geehrt. In den Jahren 1994 und 1998 folgten die höchsten staatlichen Auszeichnungen für Künstler: der Titel „Volkskünstlerin Usbekistans“ und der Orden „Stolz der Nation“.

In 1990er Jahren nahm Munojot mit großem Erfolg an vielen internationalen Musikwettbewerben teil und konnte verschiedene Preise und Orden erwerben. 2004 gehörte sie zu den drei für den „BBC Radio 3 World Music Award“ Nominierten aus der Region Asien/Pazifik. Einige Jahre lang war sie Mitglied der Jury in der UNESCO zum Erhalt des musikalischen Erbes. 2006 wurde ihr der Titel Ehrenamtliche Professorin am usbekischen staatlichen Konservatorium verliehen.

Ihre Welttournee führte sie fast in alle Länder Europas, in die USA, nach Japan, Südkorea, China, Indien, Pakistan, Brasilien, Marokko, Tunesien, Jordanien und andere Länder. Durch ihre Auftritte brachte sie das usbekische musikalische Kulturgut in die ganze Welt. Schallplattenaufnahmen von ihr gibt es seit dem Jahr 1981. Eine CD wurde 1995 in Frankreich veröffentlicht, eine weitere 1997 in Deutschland.

Das Musikensemble „Munojot“ besteht aus folgenden Künstlerinnen und Künstlern:

 

  1. Munojot YulchievaVolkskünstlerin Usbekistans, Leiterin des Ensembles

 

  1. Akhmadkhon DadaevGhijjak (Geige)

 

  1. Dilfuza KhaidarovaDutar (Saiteninstrument)

 

  1. Ziadulla IslamovDoira (Trommel)

 

  1. Sayyod JuraevSolist, Tanbur (Saiteninstrument)

 

  1. Gulshoda AbdievaTanz

 

Munojot Yulchieva und der Maqam

Maqam (arabisch مقام, DMG maqām ‚Standort‘, Plural مقامات / maqāmāt; türk. makam, Plural makamlar ist aus dem Arabischen entlehnt) ist die in der arabischen und türkischen Kunstmusik benutzte Bezeichnung für den Modus eines Musikstückes, der vor allem durch die ihm zugrunde liegende heptatonische Tonleiter bzw. Tonart charakterisiert ist, jedoch gibt es je nach Maqam eine Reihe weiterer Charakteristiken, darunter die Dominante, die Tonika, den Bewegungsverlauf der Melodie, Zäsuren, typische Eröffnungen und die Finalbildung. Die einzelnen Maqamat/Makamlar bringen verschiedeneAffekte zum Ausdruck. Innerhalb der Musikstücke und Improvisationen können für den jeweiligen Maqam charakteristische Modulationsfolgen (Wechsel zu verwandten Maqamat) erfolgen. Dadurch können sich in einem Melodieverlauf auch verschiedene Dominanttöne ergeben. Am Ende eines Stückes oder einer Improvisation (Taksim) wird wieder in den ursprünglichen Maqam zurückmoduliert. Musikstücke beginnen nicht immer mit dem Grundton ihres Maqams, jedoch enden sie immer auf diesem.

Die Gesamtzahl der Maqamat/Makamlar geht in die Hunderte, diese sind bzw. waren aber nicht alle überall und gleichermaßen gebräuchlich. Außerdem unterscheiden sich arabische Maqamat und türkische Makamlar mehr oder weniger in ihrem Aufbau, obwohl die Bezeichnungen im Prinzip gleich sind. Diese sind persisch-arabischer Herkunft. Es gibt einfache und zusammengesetzte Maqamat. Komponisten haben neue Maqamat erfunden.

Tadschikischer und usbekischer Schaschmaqam

Schaschmaqam ist der bekannteste Kunstmusikstil der tadschikischen Musik, der im Osten Usbekistans und im Norden Tadschikistans gepflegt wird. Er erhielt seine heutige Gestalt im 18. Jahrhundert im Emirat Buchara und ist mit den Städten Samarkand und Buchara verbunden.

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