„de la Reh“ Green Fashion in Berlin – Chic ohne Kunststoff

Auch Mode kann nachhaltig sein

Schicke Kleidung ohne Kunststoff bei „de la Reh“

Grüne Mode oder „Green Fashion“ muss nicht gleich die unschicke Ökosandale mit Korksohle bedeuten, die man ja sofort mit diesem Thema in Verbindung bringt. Denn immer mehr etablierte Fashionshows zeigen ökologisch nachhaltige und trotzdem sehr schicke Mode auf den Laufstegen. Auch die Designer und Labels, die sich mit dem Thema Green Fashion beschäftigen, werden immer mehr. Und so gibt es jetzt auch in Berlin einige Labels, die ihre Mode im Berliner Coincept Store „de la Reh“ verkaufen. Die Geschäftsführerin, Malinka Remé, haben wir im Gespräch.

Was verfolgst Du für ein Ziel mit Deinem Laden De la Reh, was möchtest du Damit erreichen?

Malinka Remé: In erster Linie geht es mir darum, dass die Frau nicht das Gefühl hat, das sie verzichten muss, wenn man nachhaltig einkaufen geht. Es ist heutzutage weit mehr als Ökolatschen und Kartoffelsäcke. Wir haben so viele tolle Labels, die sehr schick und sehr designhaltig produzieren. Das ist quasi der Vordergrund. Es soll eben etwas besser sein, als der normale Mainstream, individueller und mit einer schönen Geschichte sozusagen.

Was ist denn eigentlich ökologisch nachhaltig, also was sind das für Stoffe zum Beispiel?

Malinka Remé: Vordergründig ganz viel Biobaumwolle, wir haben aber inzwischen auch Pima-Biobaumwolle, die ist noch ein bisschen weicher als die normale Baumwolle. Das ist wirklich ein sehr angenehmes Material, was sich superweich auf der Haut anfühlt. Wir haben auch einige recycelte Sachen, recyceltes Leder oder recyceltes Polyester. Alles wiederverwerten, das ist immer ein wichtiger Punkt. Viele lokale Produkte sind dabei, und natürlich fair gehandelt, das ist sehr wichtig.

Wir wollen also mit dem Vorurteil aufräumen, dass es nur die Biolatschen sind, die man da sofort im Kopf hat. Wie sehen denn die Klamotten aus, die du verkaufst. Es sind ja fünf oder sechs Labels von ökologisch nachhaltigen Produkten, die in deinem Laden verkaufen. Was sind das für Schnitte?

Malinka Remé: Wir haben jetzt im Sommer ganz viele Kleider, die sehr feminin sind, die natürlich auch farbig sind. Wir haben Schuhe mit Absätzen, also richtig schick. Wir haben sehr schöne Tops. Also eigentlich was die Frau sich wünscht, nur halt nachhaltig, und das ist eben das Schöne. Es ist halt Kleidung zum Schön-aussehen, zum Sich-gut-anfühlen und zum Wissen, „meine Kleidung hat eine Geschichte“.

Würdest Du sagen, dass Ihr da mit dem Trend geht? Dass auch das auch ökologisch nachhaltig sein kann, was gerade „in“ ist?

Malinka Remé: Ich versuche natürlich, viel darauf zu achten, dass es zeitloses Design ist, weil die Nachhaltigkeit auch darin besteht, dass man etwas über mehrere Saisons hinweg tragen kann. Natürlich gibt es immer so ein paar Trendteile, die ein bisschen ein Eyecatcher sind. Überwiegend ist es aber dieses zeitlose Design, das man dann immer trägt, und wo es sich auch lohnt, ein bisschen mehr Geld zu investieren.

Du hast selbst auch gerade Schuhe aus Deinem Laden an, die sehr schick sind. Erzähl uns doch darüber etwas.

Malinka Remé: Das ist veganes Leder, also kein Tierprodukt. Die werden alle in Spanien handgefertigt. Wir haben auch schwarze mit Absätzen, oder auch rote mit Absätzen, oder Ballerinas.

Was meintest Du vorhin, dass die Teile eine Geschichte haben, also das Besondere an der ökologisch nachhaltigen Variante?

Malinka Remé: Ich finde es einfach immer sehr schön, wenn ein Kleidungsstück eine Geschichte nachweist. Wenn Du weißt: dieses Oberteil ist aus Pima-Baumwolle, die wächst zum Beispiel in der Region von Peru, aus klimatischen Bedingungen, und da wird das Oberteil fair hergestellt. Diese Geschichte, die ist immer sehr individuell. Oder die Schuhe: die sind halt vegan aus Spanien, und da ist kein Tier für gestorben. Mit Geschichte meine ich eigentlich Produktionshintergründe, die einem immer das Gefühl geben: das ist total toll, was ich da trage. Und es ist total klasse, dass es schöne Alternativen gibt.

Wie bist Du dazu gekommen, also was ist Dein Hintergrund? Warum setzt Du Dich so für diese ökologisch nachhaltigen Produkte und natürlich Stoffe, Farben, Formen und Kleidungsstücke ein?

Malinka Remé: Ich wollte schon immer in Richtung Mode etwas machen. Und da war es klar, dass es nur mit ökologischen oder fairen Kleidungsstücken sein wird. Für mich sollte das eigentlich heutzutage immer selbstverständlicher werden. Es gab für mich gar keine andere Alternative.

Was meinst du, wie lange es noch dauert, bis wirklich nur noch Fairtrage-Klamotten in den Läden hängen? Es ist ja doch immer noch eine recht teure Alternative. Es gibt bei euch zwar auch schicke Armbänder ab 20 Euro, die relativ erschwinglich sind und die dann auch aus Ökoleder sind. Aber die Kleidungstücke sind ja doch immer ein bisschen teurer.

Malinka Remé: Ja, was heißt ein bisschen teurer? Es ist relativ, zu was man das vergleicht. Im Vergleich zu einigen Marken und Häusern ist es natürlich schon teurer, aber es kann sich eigentlich jeder leisten. Wir haben wie gesagt viele Accessoires, die günstig zu erwerben sind, bis hin zu sehr hochwertigen Mänteln, zum Beispiel aus Bienenwachs, die dann schon teurer sind. Aber eben, weil das Material so aufwendig ist.

Man bekommt also auch wirklich ein tolles Produkt, wenn man das Geld dafür ausgibt.

Malinka Remé: Ja, komplett! Das ist zum Beispiel ein Regenmantel von Julia Stab komplett ohne Synthetik, und trotzdem wasserabweisend, das ist wirklich sehr schön.

Wo findet man denn Deinen Laden de la Reh?

Malinka Remé: Der ist in der Nürnberger Straße 23 in Berlin Charlottenburg, in einer Nebenstraße von der Tauentzienstraße.

de la Reh concept store for green clothing‎
Nürnberger Straße 23
D-10789 Berlin
Tel.: 030. 23 63 51 15
www.delareh.de


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1 Kommentar zu "„de la Reh“ Green Fashion in Berlin – Chic ohne Kunststoff"

  1. Hallo,

    Mode von de la Reh lässt sich jetzt auch online bestellen und zwar bei FAIR QUEEN: http://www.fair-queen.de/de-la-reh. Schaut mal vorbei.

    Euer FAIR QUEEN Team

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