Eine lustige Stunde mit den Telekomikern…

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19.02.2013, 11:30.: Ich loggte mich gerade in meinem T-Mobile Kundenkonto ein, um den aktuellen Verbrauch als Vertragskunde im Februar zu prüfen und plopp: „Ihr Passwort ist abgelaufen“. ok, ich habe also vier neue, unterschiedliche eingegeben, unterschiedliche Zahlen, Wortkombinationen, Längen…

Jedes Mal: „Das gewählte Passwort ist zu unsicher“. Letzter Versuch: der Vorname einer usbekischen Freundin plus Name der Stadt“. Und wieder: „Das gewählte Passwort ist zu unsicher.  Das Passwort darf nicht mit den letzten drei Passwörtern überein-stimmen, es muss 8-32 Zeichen lang sein, und darf nur die Buchstaben A-Z, a-z, die Ziffern 0-9, den Unterstrich, Punkt, Bindestrich und eine Reihe von Sonderzeichen enthalten , es müssen Elemente aus mindestens drei dieser Zeichengruppen im Passwort enthalten sein.“

Dann rief ich also die Festnetznummer des Service an und der erstaunlicherweise nette Herr vom Call Center sagte mir, sie hätten da ne Mail bekommen, dass heute Wartungsarbeiten durchgeführt werden und bis zum Ende der Woche sollte es wohl erledigt sein. Als er mir noch sagen wollte „Ich persönlich hätte ja… “ wurde die Leitung gekappt.

Hat dem Call Center Agent da etwa sein Supervisor mitten im Gespräch den Saft abgedreht? Sehr mysteriös!

Bei Wartungsarbeiten hätte ich ja an Stelle des Telekommunikationsunternehmens den pauschalen Hinweis auf Wartungsarbeiten auf die Seite gesetzt und würde die Kunden nicht sinnlos durch die obskure Passworterneuerungsprozedur jagen. Das macht Kunden nämlich ganz betroffen und sauer.

Ach übrigens, bei Strato, wo die Telekom ebenfalls beteiligt ist, hakt es heute auch. Anhänge, die über das Mailcenter geschickt wurden, können nicht geöffnet werden. Nun habe ich heute also schon insgesamt eine Stunde mit Telekom-Firmen verplempert… Das ist ziemlich uncool.

1 Kommentar zu "Eine lustige Stunde mit den Telekomikern…"

  1. Callcenter sind der beste Beweis der These, das sehr gute Ideen in einem absoluten Desaster enden können. Große Unternehmen müssen mit ihren Kunden kommunizieren und nicht immer läuft alles glatt. Aber statt kompetenter Mitarbeiter, die ihren Kopf auch dafür haben, dass sie Entscheidungen fällen können, setzen Großunternehmen auf möglichst „billige“ Mitarbeiter, denn ein Callcenter ist ein aus Firmensicht nur ein Kostenfaktor.
    Mittlerweile sind Callcenter sehr häufig nur noch Zeitverschwender, sie sind jetzt auf Platz 199 in der Warteschleife, und da man leider immer noch Mitarbeiter einsetzen muss, die der deutschen Sprache mächtig sind, kosten sie immer noch Geld. Ja, schade liebe Erbsenzähler in den Großkonzernen. Wäre doch toll wenn man ein CS mit den Billiglohn einer Näherin in Südostasien betreiben könnte. Gell, dumm gelaufen und ganz ganz ganz schlecht für den eigenen Bonus. Und bitte, bitte, bitte verschont uns auf euren Webseiten mit gutaussehenden jungen blonden Mädels die ein Headset tragen.

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