Alishēr Nawā’ī – Dichter, Denker, Staatsmann aus Usbekistan

Alishēr Nawā’ī, Dichter und Schriftsteller aus UsbekistanAlishēr Nawā’ī, Dichter und Schriftsteller aus Usbekistan

Alishēr Nawā’ī (1441–1501) war ein großer Dichter, Denker und Staatsmann und gilt als Gründer der usbekischen Literatursprache und wichtigster Vertreter der mittelasiatischen klassischen Literatur.

Am 12. Februar findet an der Staatsbibliothek zu Berlin (Vormittag) und an der Botschaft der Republik Usbekistan (Nachmittag und Abend) eine internationale Konferenz statt:

„ʽAlishēr Nawā’ī and his contribution to the development of world literature and culture“

Die Konferenz ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Botschaft der Republik Usbekistan, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin.

Alishēr Nawā’ī wurde am 9. Februar 1441 in Herat in der Familie von Ghiyāsuddin Kichkine, einem Beamten im Reich der Timuriden, geboren und profilierte sich bereits im Alter von 15 Jahren als Poet. Das Phänomen Alishēr Nawā’ī spiegelt den Aufstieg und die Blüte des kulturellen und geistigen Lebens der Völker Transoxaniens in der historischen Epoche der „nahöstlichen Renaissance“ wider, die ihren Höhepunkt während der Herrschaft der Timuriden erreichte. Nawā’īs Name steht in einer Reihe mit den Namen solcher großen Vertreter der Weltliteratur wie Homer und Dante, Shakespeare und Goethe, Ferdowsi und Nizami. Das Schaffen von Nawā’ī spielte eine herausragende Rolle in der Entwicklung der Literatur der Turkvölker.




Das schöpferische Erbe von Alishēr Nawā’ī ist breit und vielfältig. Es umfasst ca. 30 Hauptwerke: Dīwāne (Gedichtsammlungen), Poeme, philosophische und wissenschaftliche Abhandlungen. Höhepunkt seiner künstlerischen Biografie ist das Werk „Khamsa“, bestehend aus „Fünf Büchern“, so wie es damals Tradition für prominente Dichter war: In den Jahren 1483-1485 schuf Alishēr Nawā’ī die Poeme „Die Verwirrung der Frommen“, „Farhad und Schirin“, „Laili und Madschnun“, „Der Alexanderwall“ und „Die sieben Planeten“.

Mīr ʽAlishēr Nawā’ī der herausragende zentralasiatische  turksprachige Dichter des 15. Jahrhunderts war eine bedeutende Persönlichkeit unter dem timuridischen Sultan Husayn Bayqara. Die Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt in ihrer Sammlung orientalischer Handschriften zahlreiche Werke Nawā’ī’s. Eine kleine Auswahl wird während der Vormittags-Session an der Staatsbibliothek präsentiert werden.

Zur Ehrung von Alishēr Nawā’ī und anlässlich seines 575. Geburtstages findet am 12.2.2016 in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin – Simón-Bolívar-Saal und in der Botschaft der Republik Usbekistan in Berlin-Moabit eine Internationale Konferenz statt.

 

 

 

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